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Die Entstehungsgeschichte von Xyloba

Von Samuel Langmeier, Juni 2010

In einem Spielwarengeschäft in Zürich begegnete ich einmal einer Kugelrollbahn, bei welcher die Kugel nach ihrem letzten Absprung über zwei, drei Klangplättchen rollten. Als Musiker konnte ich an diesem "Klang" zwar nicht gerade grossen Gefallen finden, aber die Idee, Klangplättchen durch rollende Kugeln in Schwingung zu versetzen war damit geboren.

Im Jahre 1969, nach der Geburt unseres dritten Kindes, einer zweiten Tochter, begann ich an dieser Idee zu arbeiten. Die Klangplättchen mussten durch die Kugeln sauber angeschlagen werden, sie mussten auswechselbar sein, und auch die zeitlichen Zwischenräume zwischen den einzelnen Tönen mussten variierbar sein, damit eine richtige Melodie entstehen konnte.

Das führte zu vielen Fragen: Die richtige Länge und Neigung der Bahnen musste ermittelt werden, die Kugeln brauchten genügend Raum für das Anschlagen und Abspringen von den Klangplättchen, und sie brauchten dennoch eine sichere Führung.

In vielen Versuchen entstand dann ein erstes Tonbauspiel. Die Bauelemente stellte ich aus verleimten Einzelteilen her und die Klangplättchen wurden senkrecht eingehängt.

Diese klingende Kugelbahn wurde 1973 durch das Schweizer Patent mit der Nummer 555'192 geschützt und an der Erfindermesse 1975 in Genf mit einer Bronze-Medaille ausgezeichnet. Das Spiel erntete überall grossen Beifall.

In den folgenden Jahren entwickelte ich eine herstellungsmässig vereinfachte Form, indem ich die Elemente nicht mehr verleimte, sondern sie aus Massivholz ausbohrte. Auch eine wesentliche klangliche Verbesserung erreichte ich durch das seitliche Einschieben der nun auf eigenen Halterungen fixierten Klangplättchen.

Auf Grund besonderer beruflichen Beanspruchung - Komposition eines grösseren Werkes, Kammermusikkonzerte und Tourneen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich durch Europa, in die USA, nach Japan und China - ruhte dann die Erfindung über Jahre.

Später entstand der Kontakt zu der Firma Weizenkorn, die das Produkt perfektionierte, insbesondere durch die geniale Halterung der Klangplatten mittels "Tigerzähnen", zur heutigen Form der Xyloba.

Stiftung Weizenkorn Basel

Die klingende Kugelbahn Xyloba wird in den geschützten Werkstätten der Stiftung Weizenkorn in Basel hergestellt. Aus dem rohen Holz werden die einzelnen Xyloba-Bauteile herausgebohrt, gesägt und geschliffen. Viele Herstellungsschritte werden von Hand gemacht und ermöglichen Menschen mit einer Behinderung eine sinnstiftende Tätigkeit.

Über 200 Menschen mit vorwiegend psychischen Schwierigkeiten finden in der Stiftung Weizenkorn einen geschützten Arbeitsplatz. Neben der Herstellung von Xyloba produziert Weizenkorn unter anderem zeitlose, schöne Holzspielwaren und qualitativ hochstehende Kerzen.

www.weizenkorn.ch